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Therapie der Grippe
Schulmedizin:


die Haupttherapie besteht in symptomatischen Massnahmen, wie Mittel gegen Fieber (Aspirin, Paracetamol), die gleichzeitig gegen die Schmerzen wirken. Oft wird der Arzt vorbeugend Antibiotika verschreiben. Ausser bei einer echten bakteriellen Bronchitis werden diese in den meisten Fällen höchstens wie ein gutes Placebo (Selbstsuggestion) wirken. Aber nicht immer ohne Nebenwirkungen! 

Vor kurzem sind neue Mittel, sogenannte Neuraminidasehemmer, aufgetaucht : Relenza ® kann inhaliert werden und Tamiflu® wird als Pille geschluckt. In  "Grippemittel, die wenig nützen" erklärt Jacques de Haller, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin : "Die teuren Kapseln und der Spray kommen in der Regel erst dann zum Einsatz, wenn der Körper den Kampf gegen die Grippeviren schon verloren hat". In "Grippemedizin, die kaum nützt"  wird ebenfalls im Tages-Anzeiger vom 1.12.2000 berichtet, welche unangenehmen Nebenwirkungen der Spray zeigt. Neben dem Impfstoff enthält er ein Bakteriengift, das in der Nasenschleimhaut eine Entzündung auslöst. Viele Geimpfte klagten nach der Behandlung über grippeähnliche Symptome. Die beiden Berichte finden Sie unter Tages-Anzeiger, suchen-Archiv, 1.12.2000, Suchbegriff :Grippe. Sogar Ärzte sind damit vorsichtig : "Zurzeit wird der Einsatz dieser Substanzen noch unterschiedlich bewertet" schreibt  Halid Bas in Ars Medici 2/2001, eine Zeitschrift für allgemeine Ärzte. Im PULStipp vom 17.1.2001 schreibt Eveline Falk :" mit grossem Tam-tam wurden im letzten Jahr Tamiflu und Relenza angekündigt. Ein Jahr später herrscht Ernüchterung." Trotzdem zitiert sie einige Patienten, bei denen die Grippe mit diesen Medikamenten 1-2 Tage kürzer und milder abgelaufen sei. 

 

Alternativmedizin:

Wenn Sie in einer homöopathischen Behandlung sind, empfehle ich Ihnen immer Ihren Homöopathen zu kontaktieren. Erstens kann er besser das geeignete Mittel für Sie wählen, zweitens zeigt sich gerade in einer akuten Krankheit  die Konstitution des Patienten. Viele Mittel sind in einem chronischen Zustand schwer zu erkennen. Bei der Erkältung tauchen flüchtige Symptome auf (Fiebermuster, typische Schmerzen, Verhalten,... ), die für den Homöopathen wertvolle Indikatoren sind. Wenn das Mittel gut geholfen hat, kann es dann möglicherweise auch später gegen eine chronische Krankheit eingesetzt werden. 

Für die Selbstbehandlung gibt es folgende Optionen :

  • Homöopathie : hier soll man zwischen klassischer Homöopathie (Einzelmittel) und Komplexmitteln unterscheiden. Sie werden unter  http://www.groma.ch/akutbehandlung.htm/ ,Suchbegriff: Grippe, verschiedene Einzelnmittel finden. 

    Aconitum empfiehlt sich meistens für den Anfang, vor allem bei Kindern mit schlagartigem Fieber ohne Schwitzen. Bei einem schleichenden Fieber ist sehr oft Gelsemium das Mittel. Die Gliederschmerzen rufen oft nach Eupatorium aber Vorsicht : dieses Symptom entspricht noch 38 anderen Mittel (wie z.B. Arsenicum album, Bryonia, China, Lycopodium und Nux Vomica). Nux Vomica ist ein sehr gutes Mittel für gestresste Geschäftsleute, die gerade vor der Grippe zuviel gearbeitet haben. Sie haben sehr kalt, verstecken sich unter fünf Decken und sehnen sich nach einem richtig heissen Grog ! 
  • Phytotherapie : mein heisser Tip ist im Moment Spitzwegerichsirup bei Husten. Wählen Sie ein Produkt ohne homöopathischen Zusatz, und  für Kinder ohne Alkohol. Sie werden in einer Drogerie und sogar bei Waro findig werden. Dazu Ingwertee (Ingwer schälen und raffeln, heisses Wasser, beliebig -z.B.mit Honig oder Ahornsirup - süssen). 
  • Kneippkur : machen Sie ein Fusswechselbad ! . Ein MUSS bei jeder Erkältung. Bereiten Sie zwei Becken vor: das eine mit heissem Wasser, das zweite mit kaltem Wasser und Eiswürfeln. 10 Minuten heiss, 10 Sekunden kalt. Das ganze nochmals. Immer mit kalt enden. Füsse raus, gut abtrocknen. Warme dicke Wollsocken anziehen und hops ins Bett ! 
  • Ätherische Öle : Vorsicht !!! Nie gleichzeitig wie eine homöopathische Behandlung ! Und nicht wenn ihr Partner gerade eine neue Dosis Homöopathie bekommen hat. 

 

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