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 Wie muss ich mich während einer homöopathischen Behandlung verhalten?

Da in der Homöopathie das Problem der Symptomunterdrückung so wichtig ist, sollte der Patient wissen, was er, parallel zu der homöopathischen Behandlung, machen darf. Und auch was zu machen ist, wenn die Behandlung nicht hilft. Nachfolgend unsere Empfehlungen:
strikt zu vermeiden strikt nach Absprache nach Absprache günstig
  • Kaffee (vom Fall zu Fall besprechen), Schwarztee, Grüntee
  • Starke aetherische Öle, Aurasoma,
  • Chinaöl
  • Kampfer (Tigerbalsam, Perubare),
  • Eukalyptus
  • Menthol
  • Fiebersenkende Mittel
  • Antibiotika
  • Cortisonsalbe
  • Codeinhaltige Hustensirupe
  • Bachblüten
  • Akupunktur
  • Kräutertees
  • Kräutersirup
  • Diät, Fasten
  • Schmerzmittel
  • Vitamine, Mineralien
  • Wickel
  • Massagen
  • Kneippmethoden, Kalt-heisses Fussbad

 

Erklärungen:

1. Da die ätherischen Öle sehr stark sind, unterdrücken sie erwiesenermassen die Wirkung der Homöopathie. Vicks Inhaler z.B. ist das beste Mittel, um unerwünschte homöopathische Wirkungen zu blockieren (Antidot)! Viele Salben gegen Schmerzen beinhalten Kampfer. Sogar Duftlampen können negativ wirken. Eigentlich ist jede feinstoffliche oder energetische Therapie während einer homöopathischen Behandlung strikt zu vermeiden. Glauben Sie den Leuten nicht, die sagen: "Der Körper wählt selber was er braucht". Sogar Bachblüten können die Behandlung blockieren.  Eigentlich blockiert die Kombination meistens die Therapie, weil der Organismus auf einer subtilen Ebene viel zuviel beansprucht wird. Dazu wird die Beobachtung komplett verfälscht. The less is the best!

2. Homöopathische Ärzte verwenden nur bei strikter Notwendigkeit Cortison, Codein oder Antibiotika. Bei schwerer Krankheit bzw. bei langjährigem Gebrauch von starken Allopathika können diese nicht sofort abgesetzt werden sondern müssen "ausgeschlichen" werden.

3. In gewissen Fällen kann die Phytotherapie nützlich sein, (z.B. Spitzwegerichsirup wenn kein Mittel gegen Husten hilft oder Heidelbeertinktur bei einer leichten Blasenentzündung) aber es soll eine Ausnahme bleiben. Das gilt auch für die Ernährungstherapie: aber Trennkost zum Abnehmen oder gesünder essen ist auf jeden Fall eine Hilfe. Die Verschreibung von Vitaminen und Mineralien gehört im Prinzip nicht zu einer homöopathischen Behandlung! Man sollte lieber versuchen, die natürliche Aufnahme von diesen Elementen auf der konstitutionellen Ebene zu fördern.

Was tun bei starkem Kopfweh, Zahnweh, Regelschmerzen? Ein "normales" Schmerzmittel ist oft die einzige Lösung, wenn das konstitutionelle Mittel nicht wirkt. Es ist nicht sehr günstig, verschiedene Mittel auszuprobieren. Bei akuten Fällen bringt aber oft eine präzise Beschreibung mit sorgfältiger Repertorisation  eine wunderbare Heilung! Gerade wenn die Symptome sehr stark und deutlich sind, ist es leichter, das richtige Mittel zu finden.

4. Soll man bei jeder Krankheit Homöopathie einsetzen? NEIN! Es wäre ein Missbrauch der Homöopathie. Lassen wir den Körper selber reagieren, wenn er kann, und behalten wir die Homöopathie für den echten Notfall. Polentawickel für die Stirnhöhlenentzündung, Zwiebelwickel für die Ohren und die Bronchien und Kartoffelwickel für den Hals ersparen die Kügelchen.
Man sollte sich auch nicht immer auf Rhus tox oder Arnica stürzen, wenn eine einfache Massage das Übel zu beseitigen vermag. Vergessen Sie nicht: ein homöopathisches Mittel wirkt nie nur lokal, es beansprucht das ganze System. Darum sparsam einsetzen!

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